18.03.2026

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Rund 15 Millionen für Forschung zu Bauchspeicheldrüsenkrebs

10.03.2026 Forschungskonsortium DEFEAT-PDAC Rund 15 Millionen für Forschung zu Bauchspeicheldrüsenkrebs Krebs der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist immer noch eine der tödlichsten Krebsarten. Die Deutsche Krebshilfe will die Forschung zu dieser Erkrankung nun mit einer Förderung in Millionenhöhe anschieben. Im Rahmen des Förderschwerpunkts „Deutsche Allianz Pankreaskarzinom“ stellt sie drei Forschungskonsortien insgesamt 33,5 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung. Eines dieser Konsortien ist DEFEAT-PDAC, das mit 15,1 Millionen Euro gefördert wird. Geleitet wird es von Prof. Dr. Dieter Saur, Direktor des Instituts für Experimentelle Tumortherapie, Oberarzt am TUM Klinikum Rechts der Isar und Stellvertretender Standortsprecher am DKTK Partnerstandort München.

„Pankreaskarzinom-Patientinnen und -Patienten haben im Vergleich zu anderen Tumorerkrankungen die ungünstigste Prognose“, sagt Prof. Saur. Bauchspeichelkrebs ist zwar eine seltene Krebserkrankung - nur vier Prozent aller Tumordiagnosen in Deutschland entfallen auf das Pankreaskarzinom. Bei den häufigsten Krebs-Todesursachen steht es aber an vierter Stelle. „Deshalb brauchen wir Forschungsprogramme, die groß genug sind, um echte klinische Innovation zu ermöglichen.“ Die Deutsche Krebshilfe macht das möglich: „Die Förderung schafft den Rahmen, um über Standorte hinweg Mechanismen zu entschlüsseln und vielversprechende Strategien schnell in Richtung klinischer Anwendung zu bringen“, erklärt Prof. Saur. So arbeiten im Konsortium DEFEAT-PDAC Forschende des TUM Klinikums mit den Universitätskliniken Berlin, Bonn, Essen, Freiburg, Göttingen, Kiel, München (LMU), dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ), Helmholtz Munich, dem Leibniz-Institut für Immuntherapie (LIT) Regensburg und den Universitäten Kiel, Tübingen, Würzburg, North Carolina (USA), Pennsylvania (USA) sowie der School of Medicine at Mount Sinai New York (USA) und dem BRCA-Netzwerk e.V. zusammen.

Hochwirksame multimodale Kombitherapien

Gemeinsam wollen sie die größten Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten des Pankreaskarzinoms angehen: die großen individuellen Unterschiede von Tumor zu Tumor und die sehr dichte Tumorumgebung. Diese verhindert, dass Wirkstoffe zum Tumor durchdringen können. Die Forschenden wollen Schwachstellen der Tumorzelle entschlüsseln und sie für das Immunsystem besser sichtbar machen. Ziel sei es, hochwirksame multimodale Kombinationstherapien zu entwickeln, die Immuntherapien und zielgerichtete Therapien in einem rationalen, auf den Tumor zugeschnittenen Konzept zusammenführen, so Prof. Saur.

Team des Forschungskonsortiums DEFEAT-PDAC um Prof. Dieter Saur. © Kathrin Czoppelt, TUM Klinikum


QUELLE: TUM Klinikum Rechts der Isar

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