Dresden

website_DKTK Standort.png
© Department Dresden

Innerhalb des DKTK steht der Partnerstandort Dresden für die Verbesserung der radio-onkologischen Behandlung im Sinne einer personalisierten und technisch optimierten Krebsmedizin, mit einem besonderen Schwerpunkt auf hochpräziser Strahlentherapie und Partikeltherapie im Rahmen innovativer multimodaler onkologischer Strategien. Zentrale Elemente sind die Integration neuartiger Bio-Imaging-Verfahren, strahlungsspezifischer Biomarker sowie Kombinationstherapien zur gezielten Modulation der Strahlenantwort. Gemeinsam mit Heidelberg koordiniert Dresden zudem die RadPlanBio-Plattform, die umfängliche Informationen aus Bildgebung und Strahlentherapie für multizentrische klinische und prä-klinische Studien bündelt.

DKTK Dresden ist international als führender Standort in der Radioonkologie anerkannt. Ein wichtiger Initiator und das zentrale Fundament für die translationale Strahlenforschung in Dresden ist das vom BMFTR finanzierte Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) für Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay. Seit 2010 bilden OncoRay und das Heidelberger Institut für Radioonkologie gemeinsam das Nationale Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie (NCRO) und stellen mit komplementärer, international wettbewerbsfähiger Technologie und Expertise das Rückgrat der radioonkologischen Forschung im DKTK dar. Das neue OncoRay Gebäude, das während der ersten DKTK Finanzierungsphase fertiggestellt wurde, beherbergt neben den OncoRay Wissenschaftler:innen auch alle Dresdner DKTK Wissenschaftler:innen, die aktiv an dem Programm teilnehmen und umfasst eine Protonentherapieanlage mit klinischem Behandlungsraum sowie einer großen Experimentierhalle für Technologieentwicklung und Radiobiologie. Diese Infrastruktur und Expertise bildeten die Grundlage für die Auswahl Dresdens als DKTK Partnerstandort und 2015 als ersten Partnerstandort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), das den klinischen Rahmen für klinische Studien bietet. Gemeinsame Governance-Strukturen und Plattformen ermöglichen eine nahtlose bidirektionale Translation zwischen Forschung und Klinik.

Dresdner Wissenschaftler:innen leiten die Aktivitäten der Radiation Oncology Group des DKTK (DKTK-ROG). Ein zentraler Schwerpunkt der Forschung liegt auf Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich. Ziel ist es, biologische Merkmale („Biomarker“) zu identifizieren, die vorhersagen können, wie gut einzelne Patientinnen und Patienten auf eine Strahlentherapie ansprechen. In gemeinsamen retrospektiven multizentrischen Kohorten wurden mehrere solcher potenziellen Biomarker identifiziert und werden derzeit in der multizentrischen HNprädBio-Studie (NCT02059668) systematisch überprüft. Diese Studie stellt eine der bislang robustesten prospektiven Biomarker-Validierungen in der Radioonkologie dar und die Ergebnisse sollen helfen, Strahlentherapien künftig gezielter und individueller einzusetzen. Parallel dazu wurde 2018 die multizentrische DELPHI-Studie (NCT03396718, DKTK- und NCT Standorte), unter Dresdner Koordination gestartet. In dieser Studie wird untersucht, ob bei bestimmten Patient:innen mit HPV-assoziiertem Oropharynxkarzinom nach einer Operation eine schrittweise Reduktion der Strahlendosis möglich ist, ohne die Heilungschancen zu beeinträchtigen. Die Studie steht beispielhaft für die erfolgreiche Translation von Forschungsergebnissen im DKTK in konkrete klinische Studien im NCT.

Die Etablierung einer DKFZ-Außenstelle in Dresden mit Fokus auf die Entwicklung von Technologien für Diagnostik, Therapie und Prävention von Krebserkrankungen stärkt die langfristige Rolle des Standorts in der Präzisionsonkologie und translationalen Krebsforschung zusätzlich. Als Standort von vier DZG (DKTK, DZD, DZNE, DZKJ) beteiligt sich Dresden aktiv an national koordinierten translationalen Strukturen und fördert durch Initiativen wie dem jährlichen Joint Dresden DZG-Symposium zentrumsübergreifende Kooperationen, interdisziplinären Austausch und die Entwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses.


Partnereinrichtungen