Forschungsprogramm “Molekulare Diagnostik, Früherkennung und Biomarker“

(Molecular Diagnostics, Early Detection and Biomarker Development, MDEB)

Das DKTK Programm Molekulare Diagnostik, Früherkennung und Biomarker widmet sich der Entdeckung neuer molekularer Marker für die Krebsdiagnose, -prognose und -prävention. Ziel des Programmes ist es, mit Hilfe dieser Erkenntnisse verlässliche Biomarker zu entwickeln, um den Krankheitsverlauf und das Ansprechen auf eine geplante Therapie genauer vorhersagen zu können.

© iStockphoto.com/jarun011

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Wissenschaftler im DKTK generieren umfängliche Datensätze zu unterschiedlichen Tumorarten. Diese bilden die Basis zur Entwicklung zuverlässiger Biomarker um vorherzusagen, welche Patienten von einer klinischen Studien profitieren könnten. Im Rahmen des Programmes werden so neue Stratifizierungsschemen für Patienten mit Hirntumoren und gastrointestinalen Tumorerkrankungen entwickelt. Darüber hinaus werden Biomarker entwickelt, um die Erfolgsaussichten von unterstützenden Behandlungsmaßnahmen nach einer Operation bei Brust- und Eierstockkrebs einzuschätzen. Auch Rückfälle oder auftretenden Resistenzen bei Patienten mit akuter Leukämie lassen sich mit Hilfe der neu entwickelten Biomarker vorhersagen.

Darüber hinaus entwickeln und validieren die Wissenschaftler des Programmes unterschiedliche neue Techniken der molekularen Diagnostik. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse von i) flüssigen Biopsien, vor allem zirkulierender Tumor DNA (ctDNA) in Körperflüssigkeiten, ii) nicht Protein-kodierenden Informationen des Tumorzellgenoms und iii) auf Tumorzellproteomen.

Bei der Krebsprävention liegt der Schwerpunkt des Programms auf der Weiterentwicklung von Screeningmethoden zur Früherkennung von kolorektale Tumoren. Untersucht wird auch wie diese optimal eingesetzt werden können, damit Darmkrebs rechtzeitig erkannt und die Sterblichkeit dadurch gesenkt wird.

Ausgewählte Originalpublikationen

  • Molecular classification of diffuse cerebral WHO grade II/III gliomas using genome- and transcriptome-wide profiling improves stratification of prognostically distinct patient groups. (Weller et al., Acta Neuropathol 2015).
  • Investigation of the immunogenicity of human epidermal growth factor receptor 2 (HER2)-positive and triple-negative breast cancers (BCs) (Denkert et al., J Clin Oncol 2015).
  • Tumor-infiltrating lymphocytes and response to neoadjuvant chemotherapy with or without carboplatin in human epidermal growth factor receptor 2-positive and triple-negative primary breast cancers. (Denkert et al., J Clin Oncol 2015).
  • Isolated trisomy 13 defines a homogeneous AML subgroup with high frequency of mutations in spliceosome genes and poor prognosis. (Herold et al., Blood 2014).
  • Reduced risk of colorectal cancer up to 10 years after screening, surveillance, or diagnostic colonoscopy. (Brenner et al., Gastroenterology 2014).
  • A model to determine colorectal cancer risk using common genetic susceptibility loci. (Hsu et al., Gastroenterology 2015).
  • Decoding the regulatory landscape of medulloblastoma using DNA methylation sequencing (Hovestadt et al., Nature 2014).

Koordinatoren

Prof. Dr. Manfred Dietel
Charité Berlin