10.06.2026

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Translationale Forschung zu Diabetes, Krebs, neurodegenerativen Erkrankungen sowie der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – Das 8. Joint Dresden DZG-Symposium setzt seinen Erfolgskurs fort

Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) sind ein Verbund aus acht Forschungszentren mit Standorten in ganz Deutschland, die von der Bundesregierung mit dem Auftrag gegründet wurden, Volkskrankheiten wirksam zu bekämpfen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die medizinische Praxis zu überführen. In Dresden sind vier DZG-Einrichtungen vertreten: das Paul-Langerhans-Institut Dresden (PLID) des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sowie das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ).

Die Teilnehmenden der Posterpräsentation stellen sich für ihre einminütige Vorstellung auf. © Mark Leaver, PLID/DZD

Am 11. Mai 2026 fand das 8. Joint Dresden DZG-Symposium statt. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über die Gesundheitsforschung in Dresden zu informieren und die Zusammenarbeit zwischen den lokalen DZG-Institutionen weiter auszubauen.

Das DZG-Symposium hat sich zu einem festen Bestandteil der Dresdner Gesundheitsforschungslandschaft entwickelt. Forschende blicken der Veranstaltung regelmäßig mit großer Erwartung entgegen und nehmen zahlreich daran teil. Mit der achten Auflage blickt das Symposium auf eine langjährige Tradition zurück, die inzwischen auch als Vorbild für DZG-Standorte in anderen Regionen Deutschlands dient.

In diesem Jahr wurde das Symposium vom PLID/DZD mit Unterstützung des DZNE, DKTK und DZKJ ausgerichtet. Veranstaltungsort war das BioInnovationsZentrum im fünften Obergeschoss mit 120 Teilnehmenden.  

Zu Beginn des Programms begrüßten Uwe Platzbecker, Sprecher des Vorstands des UKD, und Esther Troost, Dekanin der Medizinischen Fakultät, die Gäste des Symposiums. Anschließend stellten die Sprecherinnen und Sprecher der vier Dresdner DZG aktuelle wissenschaftliche Highlights vor: Min Ae Lee-Kirsch präsentierte die Aktivitäten des DZKJ, Mechthild Krause berichtete über die Arbeit des DKTK, Gerd Kempermann stellte jüngste Fortschritte am DZNE vor und Michele Solimena gab Einblicke in die Forschung am PLID/DZD.

Im Infrastruktur-Block referierten Hella Hartmann, Leiterin der Light Microscopy Facility am Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB), sowie Maximilian Krause, Leiter des DRESDEN-concept Genome Centers, über technologische Plattformen und Forschungsinfrastrukturen auf dem Dresdner Campus, die insbesondere für die translationale medizinische Forschung von großer Bedeutung sind.

Im Mittelpunkt des DZG-Symposiums stehen die DZG-übergreifenden Projekte. Dieses Förderprogramm wurde geschaffen, um die Zusammenarbeit zwischen Nachwuchswissenschaftler:innen der verschiedenen DZG zu stärken. Auch in diesem Jahr wurden die Ergebnisse der im Vorjahr geförderten Projekte vorgestellt. David Digomann und Marko Barovic berichteten über ein gemeinsames Vorhaben von DKTK und DZD. Vertreter der Arbeitsgruppen von Lennard Höfs und Jan Clusmann präsentierten den aktuellen Stand eines Projekts zwischen DZNE und DKTK. Die Beiträge verdeutlichten eindrucksvoll, welche Fortschritte bereits innerhalb eines Jahres erzielt werden können.
 

Die anschließenden einminütigen Kurzvorträge sowie die Postersession gaben einen umfassenden Einblick in die Vielfalt der in Dresden laufenden Forschungsprojekte. Gleichzeitig boten sie den Teilnehmenden die Gelegenheit, potenzielle Kooperationspartnerinnen und -partner für zukünftige DZG-übergreifende Förderanträge kennenzulernen.

Anette-Gabriele Ziegler hält ihren Eröffnungsvortrag. © Mark Leaver, PLID/DZD

Die Keynote Lecture hielt Anette-Gabriele Ziegler. In ihrem Vortrag zeigte sie auf, wie Forschung zur Veränderung der klinischen Praxis bei Typ-1-Diabetes (T1D) beitragen kann. In einem hochkarätigen Überblick über ihre außergewöhnliche wissenschaftliche Laufbahn sprach Professorin Ziegler über Screening-Programme für Kinder sowie die Durchführung klinischer Studien. Ihre Arbeiten haben maßgeblich zur Weiterentwicklung der diagnostischen Kriterien für Typ-1-Diabetes beigetragen und wichtige Einblicke in die Pathophysiologie der Erkrankung ermöglicht.

Zum Abschluss des Symposiums eröffnete Min Ae Lee-Kirsch die Ausschreibung für die diesjährigen DZG-übergreifenden Projekte und schloss damit den Kreis einer Initiative, deren Fortsetzung bereits mit Vorfreude für das kommende Jahr erwartet wird.