01.12.2025
DruckenDKFZ/NCT/DKTK HARPOON
Da das Programm entsprechend den aktuellen Entwicklungen ständig weiterentwickelt wird, bietet es nicht nur Highlights aus der Spitzenforschung, sondern seit 2024 auch mehrere Sonderelemente, wie beispielsweise einen Vortrag von Patient:innen, die an der angewandten Krebsforschung beteiligt sind, und Einblicke von Editor:innen in die wissenschaftliche Veröffentlichung im Bereich der Präzisionsonkologie.

Zielgruppe
Alle, die sich mit multiomikgestützter Präzisionsonkologie und molekularen Tumorkonferenzen befassen (Bioinformatiker:innen, klinische/medizinische Forschende, Datenwissenschaftler:innen, Humangenetiker:innen, Molekularbiolog:innen, Onkolog:innen, Patholog:innen, Patientenvertretende)
HARPOON 2025: Austausch, der die Präzisionsonkologie voranbringt
Wie lässt sich Präzisionsonkologie gemeinsam weiterdenken – über Disziplinen, Institutionen und Ländergrenzen hinweg? Antworten darauf bot das 6. DKFZ/NCT/DKTK HARPOON Symposium im Heidelberger Congress Center. Organisiert vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und in Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem One NCT und dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) durchgeführt, brachte die Veranstaltung rund 170 Teilnehmer:innen aus ganz Deutschland sowie aus Frankreich, Kanada, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Spanien, Schweden und der Schweiz zusammen.

Das Symposium war interdisziplinär ausgerichtet: Kliniker:innen, Biolog:innen, Bioinformatiker:innen und Daten-Spezialist:innen brachten ihre Perspektiven ebenso ein wie Vertreter:innen von Patientenorganisationen und Partner aus der Industrie. Inhaltlich setzte HARPOON mehrere besondere Akzente: Patient:innen von Ultra Rare Sarcoma e.V., die in die angewandte Krebsforschung eingebunden sind, gaben Einblicke in ihre Arbeit und stellten die Vision einer durch Patient:innen initiierten Biobank vor.
Weitere Programmhöhepunkte waren Einblicke von Journal-Editoren in den wissenschaftlichen Publikationsprozess der Präzisionsonkologie, die Legacy Lecture von Peter Lichter, Abteilung Molekulare Genetik am DKFZ und Geschäftsführender Direktor am NCT Heidelberg, sowie sechs Short Talks ausgewählter Nachwuchswissenschaftler:innen. Neu war die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Erstmals vergab HARPOON Reisestipendien an talentierte junge Forschende. Unterstützt wurde diese Initiative durch die Monika Kutzner Stiftung.

Das Programm enthielt ausreichend Zeit für Diskussionen und persönlichen Austausch. Dadurch kamen Akteur:innen aus unterschiedlichen Bereichen der Präzisionsonkologie miteinander ins Gespräch und konnten neue Kontakte knüpfen sowie bestehende vertiefen. HARPOON etablierte sich damit erneut als Vernetzungsplattform, insbesondere zwischen Initiativen im Umfeld von NCT und DKTK. Die wachsende Resonanz zeigte sich in den Teilnehmerzahlen: Nach 150 Teilnehmenden im Vorjahr nahmen jetzt etwa 170 Personen teil.
Stefan Fröhling, Geschäftsführender Direktor am NCT Heidelberg und Leiter der Abteilung Translationale Medizinische Onkologie am DKFZ, sagt über den besonderen Charakter der Veranstaltung: „Was HARPOON auszeichnet, ist sein multidisziplinärer, standort- und institutionsübergreifender Ansatz: Als gemeinsame Initiative von DKFZ, DKTK und NCT bringt das Symposium Kliniker:innen, Forschende, Datenexpert:innen, Vertreter:innen von Patientenorganisationen und Partner aus der Industrie zusammen, um aktuelle Konzepte zu diskutieren und neue Kooperationen anzustoßen.“
Nach durchweg positivem Feedback hat die Planung für HARPOON 2026 bereits begonnen. Das Symposium wird erneut im November in Heidelberg stattfinden.
QUELLE: NCT Heidelberg