Seite drucken

13.10.2020

Wissenschaftlicher DKTK-Retreat 2020

Dieses Jahr müssen Veranstaltungen aufgrund der COVID-19-Pandemie umgeplant werden. Dies galt auch für den Wissenschaftlichen DKTK-Retreat, welcher dieses Jahr in einem virtuellen Format stattfand. Nichtsdestotrotz folgten mehr als 350 DKTK-Wissenschaftler aus allen Partnerstandorten den Vorträgen im Laufe des Tages. Die Mitglieder des DKTK-Lenkungsausschusses moderierten die verschiedenen Sessions vom DKFZ in Heidelberg aus – und leiteten die Fragen aus dem Publikum, die via Chat gestellt werden konnten, an die jeweiligen Referenten weiter.

 

 

 

 

Nach der Begrüßung durch den Sprecher des DKTK, Michael Baumann, wurden in der 1. Session sechs kürzlich abgeschlossene wissenschaftliche Projekte aus dem DKTK „Joint Funding Förderprogramm“ vorgestellt:

  1. Peter Lang: IVacALL
  2. Angelika Eggert: MYC im Visier
  3. Angela Krackhardt: ImmuNeoMASTER
  4. Claudia Baldus: Übersetzung ALL
  5. Winfried Wels: UniCAR NK
  6. Christoph Kahlert: Chirurgische Onkologie im Zeitalter der Präzisionsmedizin.

In der 2. Session "DKTKs neueste wissenschaftliche News" wurden vier kürzlich veröffentlichte, hochrangige Publikationen unter Beteiligung von DKTK-Wissenschaftlern vorgestellt und diskutiert:

  1. Leonille Schweizer: Molecular characterization of CNS paragangliomas identifies cauda equina paragangliomas as a distinct tumor entity (Acta neuropathologica, 2020)
  2. Sven Diederichs: A pan-cancer analysis reveals nonstop extension mutations causing SMAD4 tumour suppressor degradation (Nature cell biology, 2020)
  3. Florian Greten: AKT-dependent NOTCH3 activation drives tumor progression in a model of mesenchymal colorectal cancer (Journal of experimental medicine, 2020)
  4. Sebastian Bauer: Resistance to avapritinib in PDGFRA-driven GIST is caused by secondary mutations in the PDGFRA kinase domain (Cancer Discov, 2020)

Am Nachmittag ging es in der 3. Session um drei wichtige DKTK-Plattformen und -Infrastrukturen. Zunächst sprach Mechthild Krause über die RadiationDosePlan-Image/Biomarker-Outcome-Platform – kurz: RadPlanBio. Diese DKTK-weite Plattform, die von den Partnerstandorten Dresden und Heidelberg koordiniert wird, ist eine Datenbank für multizentrische klinische und präklinische Studien mit Bildgebungs- und Strahlentherapie-Daten. Seit 2013 arbeiten DKTK und internationale Partner mit RadPlanBio. Bis heute gibt es bereits 300 Nutzer und mehr als 50 Studien.

Die jüngste DKTK-Plattform wurde von Heinz-Peter Schlemmer, Peter Neher und Jens Kleesiek vorgestellt: Die DKTK Joint Imaging Platform (kurz: JIP). Diese IT-Infrastruktur unterstützt multizentrische Bildgebungsstudien und klinische Studien sowie die Forschung an bildgebenden Biomarkern. Neben dem technischen Hintergrund demonstrierten sie das breite Spektrum wissenschaftlicher Anwendungen: Beispiele für (klinische Studien begleitende) Projekte mit Beteiligung der JIP sind ARMANI (Lebermetastasen), SUBPAN (Bauchspeicheldrüsenkrebs) oder MEMORI (Ösophago-gastrisches Adenokarzinom) und das Radiologische Kooperationsnetzwerk "RACOON" (COVID-19).

Als dritte zentrale Plattform wurde das DKFZ/DKTK/NCT MASTER-Programm (Molecularly Aided Stratification for Tumor Eradication) von Peter Horak und Christoph Heining vorgestellt. Dieses Programm ist an allen DKTK-Standorten gut etabliert und dient der umfassenden, multidimensionalen genomischen Charakterisierung vonjüngeren Krebspatienten, bei denen die Standardtherapien ausgeschöpft sind, sowie Patienten mit seltenen Tumorerkrankungen. Das Programm umfasst bereits mehr als 4.000 registrierte Patienten, 2.700 Analysen und 2.000 Empfehlungen, die auf den Ergebnissen basieren.

Die 4. Session war der Zukunft von DKTK gewidmet. Björn Scheffler präsentierte einen Konzeptentwurf für die strategische Weiterentwicklung mit dem Titel "DKTK 2025", eine gemeinsame Initiative der DKTK-Professoren. Das diesjährige virtuelle Treffen wurde mit einer lebhaften Diskussion über zukünftige "hot topics" und erfolgreich florierende DKTK-Strukturen beendet. Michael Baumann sprach die Schlussworte und dankte der DKTK-Community für ihre Teilnahme – und ihre herausragenden wissenschaftlichen Beiträge. 

Nadine Ogrissek, Wissenschaftliche Koordinatorin DKTK

Wir setzen Cookies ein, um unsere Website nutzerfreundlicher zu gestalten. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung. Zur Datenschutzerklärung.

Ok