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05.02.2017

DKTK Standortsymposium Essen/Düsseldorf: Krebsforschung für Patienten

Klinisch relevante Labormodelle entwickeln, damit die Wege von der Forschung in die Anwendung kürzer werden. Um solche und andere Themen der kliniknahen Krebsforschung ging es beim diesjährigen Standortsymposium des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Universitätsklinikum Essen. Bei dem jährlichen Treffen stellten die Wissenschaftler und Ärzte des DKTK Partnerstandortes Essen/Düsseldorf ihre aktuellen Ergebnisse und Konzepte zur Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieansätze bei Krebserkrankungen vor.

© Dave Kittel / UK Essen

Mit dem Aufbau des DKTK Translationszentrums Essen/Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, sei den Partnern ein wichtiger Brückenschlag zwischen Grundlagen- und klinischer Krebsforschung gelungen, betonte der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Essen, Professor Jochen A. Werner, in seiner Begrüßungsansprache.

Mit wissenschaftlichen Vorträgen stellten sich auch die beiden Neuzugänge am DKTK Partnerstandort, Professor Björn Scheffler und Dr. Barbara Grüner, vor: Dr. Barbara Grüner, die seit dem 1. Januar 2017 die DKTK Juniorarbeitsgruppe für Molekulare Tumorpathologie am Universitätsklinikum Essen leitet, präsentierte ihre neuentwickelte Methode für ein Hochdurchsatz-Screening beim Bauchspeicheldrüsenkrebs. Statt viele Wirkstoffe einzeln im Mausmodell zu testen, können damit etwa 100 Zellproben parallel mit unterschiedlichen Wirkstoffen behandelt und deren Auswirkungen auf die Metastasenbildung in sehr wenigen Mäusen in vivo untersucht werden. Dies senke die Zahl der erforderlichen Tierversuche, spare Kosten, und beschleunige den Erkenntnisgewinn.

Professor Björn Scheffler, seit Januar 2016 DKTK Professor für Translationale Neuroonkologie am Universitätsklinikum Essen, präsentierte sein Programm zur Identifizierung neuer Zielstrukturen für die Krebstherapie von Hirntumoren. Seine Arbeitsgruppe entwickelte ein Testsystem mit patientenspezifischen Zellkulturen aus der invasiven Region von Hirntumoren (Glioblastom), um neue Ansätze unter möglichst patientennahen Bedingungen untersuchen zu können.

Ein Programmpunkt war ganz den zahlreichen klinischen und prä-klinischen Projekten gewidmet, die am Standort Essen/Düsseldorf in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich über das Joint Funding Programm des DKTK initiieren und weiterentwickeln konnte.

Professor Martin Schuler, DKTK Standortsprecher und Gastgeber, freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung, auch während der anschließenden Postersession: „Der Standort Essen/Düsseldorf versteht sich als Impulsgeber der translationalen Krebsforschung. Besonders zeigt sich das an den zahlreichen Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern, die heute präsentiert wurden.“Die neuen DKTK Arbeitsgruppen, so Schuler, seien nun endlich angekommen: „Die Bauarbeiten in den neuen Laboren sind abgeschlossen. Jetzt freuen wir uns auf die spannende Zusammenarbeit mit den hinzu gewonnenen Wissenschaftlern.“

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