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29.01.2021

Bundespräsident beruft Prof. Dr. Wolfgang Wick in den Wissenschaftsrat

Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik am UKHD von nun an Mitglied im wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremium Deutschlands

Prof. Dr. Wolfgang Wick (© Universitätsklinikum Heidelberg)

Prof. Dr. Wolfgang Wick, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), Arbeitsgruppenleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Standortsprecher Heidelberg am Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), ist neues Mitglied im Wissenschaftsrat. Er wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Vorschlag der Allianz der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen vom 1. Februar 2021 an für drei Jahre in das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium für die Bundesregierung und die Länderregierungen in Deutschland berufen.

Wolfgang Wick bringt wissenschaftliche Expertise aus eigener Grundlagenforschung im Grenzbereich zwischen Neurowissenschaften und Onkologie sowie administrative Erfahrung durch die Leitung nationaler und internationaler Organisationen in das Gremium ein. Schwerpunkte seiner klinischen Arbeit als Arzt sind insbesondere sein Engagement für die Behandlung von bislang nicht heilbaren Glioblastomen und für eine bessere Vernetzung in der Schlaganfalltherapie. „Wir erleben hochdynamische und chancenreiche Entwicklungen in der Bildung und an den Hochschulen, wo erhebliche Konzentrationsbemühungen, bessere Verbindungen in andere gesellschaftliche Bereiche, aber auch Qualität insbesondere in der Nachwuchsförderung große Herausforderungen darstellen. Diese wichtigen Entwicklungen werde ich in den kommenden Jahren gern beratend begleiten“, so Wolfgang Wick.

Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg, gratuliert zu der Berufung: „Mit Wolfgang Wick ist ein international renommierter Wissenschaftler in dieses hochrangige wissenschaftspolitische Beratungsgremium Deutschlands berufen worden. Ich bin davon überzeugt, dass er den Wissenschaftsrat mit seinem Engagement, seinem Weitblick für Herausforderungen der Zukunft und seiner hervorragenden nationalen und internationalen Vernetzung sehr gut ergänzen wird. Seine Berufung ist auch eine Auszeichnung für die Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg.“

Der Wissenschaftsrat – das älteste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Europa

Das Aufgabenspektrum der Mitglieder des Wissenschaftsrates reicht von der Erarbeitung von wissenschaftspolitischen Gestaltungsvorschlägen, der Evaluation von Forschungseinrichtungen, wettbewerblichen Begutachtungen wie der Exzellenzstrategie bis hin zur Akkreditierung von nichtstaatlichen Hochschulen. Der Wissenschaftsrat ist das älteste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Europa und wurde am 5. September 1957 in der Bundesrepublik Deutschland von Bund und Ländern gegründet. Er besteht aus einer wissenschaftlichen Kommission mit 32 Mitgliedern sowie einer Verwaltungskommission aus 22 Mitgliedern, die aus Vertretern der Länder und des Bundes besteht. Die Beschlüsse des Wissenschaftsrats werden in der Vollversammlung aus beiden Gremien gefasst und müssen von einer Zweidrittelmehrheit getragen werden.

Vita und aktuelle Projekte von Prof. Dr. Wolfgang Wick

Prof. Dr. Wolfgang Wick (50) studierte Medizin in Bonn, London und Harvard als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und promovierte 1997 bei Prof. Dr. Ottmar Wiestler in Bonn. Im Jahr 2003 wurde er Facharzt für Neurologie und habilitierte sich mit dem Thema „Molekulare Mechanismen der Migration und Invasion maligner Gliome“. Im Jahr 2006 folgte er dem Ruf auf eine W3/C4-Professur für Klinische Neuroonkologie nach Heidelberg. Seit 2007 wirkt er als Professor und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuroonkologie der Neurologischen Klinik und des Nationalen Tumorzentrums am Universitätsklinikum Heidelberg, seit 2014 ist er Lehrstuhlinhaber für Neurologie an der Universität Heidelberg und Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik sowie Sprecher des Zentrums Kopfklinik in Heidelberg. Im Jahr 2020 wurde Wolfgang Wick als Mitglied in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen. Wie schon 2019 zählte er im Jahr 2020 zur Liste der „Highly Cited Researchers“ von Clarivate Analytics. Diese internationale Auswertung benennt Forscherinnen und Forscher, deren Publikationen in ihrem jeweiligen Fachgebiet weltweit am häufigsten zitiert wurden oder die über mehrere Fachdisziplinen hinweg eine hervorragende Publikationsleistung erbracht haben. Wolfgang Wick ist mit einer Ärztin verheiratet. Die beiden haben eine Tochter und einen Sohn.

Mehr über einen neuen Sonderforschungsbereich zum Thema Glioblastome unter seiner Leitung erfahren Sie im aktuellen Online-Jahresbericht des UKHD unter

Impulse für die Behandlung von Hirntumoren - Jahresbericht 2019

 

(Pressemeldung Universitätsklinikum Heidelberg)

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