Klinische Studien im DKTK

© DKTK

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Neue Wirkstoffe, Biomarker, Therapie- und Diagnoseansätze werden zunächst in der präklinischen Phase an Zellkulturen und Tiermodellen auf ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit hin getestet. Im DKTK werden dafür spezielle Maus- und Zellkultursysteme entwickelt, deren Ergebnisse auf das Immunsystem des Menschen übertragbar sind. Die Wirksamkeit, Dosierung und Sicherheit des neuen Therapie- und Diagnosekonzeptes wird anschließend in monate- bis jahrelangen klinischen Studien überprüft. Der Forschungsschwerpunkt im DKTK liegt auf Studien der klinischen Phasen I – II. Im Folgenden werden einige der im DKTK laufenden klinischen Studien kurz vorgestellt. Einen Überblick über alle im DKTK laufenden Studien gibt das Studienregister der Klinischen Kommunikationsplattform.

Projekt iVacALL

iVavALL – Eine prospektive Phase I/II Studie zur Patienten-individualisierten Peptidvakzinierung auf Grundlage einer Ganz-Exom-Sequenzierung bei Kindern mit wiederauftretender Akuter Lymphoblastischer Leukämie.

In dieser klinischen DKTK-Studie wird die Wirksamkeit personalisierter therapeutischer Tumorimpfungen bei Kindern mit rückkehrender Leukämie untersucht. Dazu werden zunächst umfangreiche Erbgut-Analysen von Tumor- und Normalgewebe vorgenommen, um die krebstypischen Veränderungen eines Patienten zu identifizieren. Anschließend wird für jeden Patienten ein individuell angepasster Peptidcocktail aus den veränderten Proteinabschnitten unter Hochreinheitsbedingungen hergestellt. Das Ansprechen der Patienten auf die therapeutische Impfung mit dem personalisierten Peptidcocktail wird engmaschig kontrolliert. Darüber hinaus wird die Immunantwort der Patienten darauf untersucht, ob und wie Immunzellen die Proteinveränderungen der Krebszellen erkennen und bekämpfen können.

NOA-16 (Phase I)

In dieser Studie prüfen Ärzte die Wirksamkeit eines Impfstoffes gegen eine Mutation des Proteins IDH-1 in Patienten mit Hirntumoren (Gliomen). Die Studie untersucht, wie effektiv das Immunsystem der Patienten auf den Peptid-Impfstoff reagiert .

The trial is investigating how well the patient’s immune system responds to the peptide vaccine.

Weitere Informationen zur NOA-16 Studie

N2M2 (Phase I and II)

Tumorzellen von Patienten mit einer besonders aggressiven Hirntumorform (Glioblastom) werden molekular-genetisch charakterisiert. Anhand der molekularen Veränderungen werden dann gezielte, personalisierte Therapien im Rahmen von klinischen Studien entwickelt .

Weitere Informationen zur N2M2 Studie

INFORM (Phase I)

Die Register-Studie soll Kindern mit zurückgekehrter Krebserkrankung, für die kein etabliertes Behandlungskonzept mehr zur Verfügung steht, neue Therapiemöglichkeiten eröffnen. Wissenschaftler analysieren das gesamte Tumor-Erbgut zum Zeitpunkt des Rückfalls, um dem Kind möglicherweise mit einem der neuen, zielgerichteten Medikamente zu helfen .

Mehr Informationen zu INFORM

RAPS (Phase I and II)

Diese großangelegte Studie soll die Darmkrebsvorsorge für Personen mit familiärem Risiko in Deutschland verbessern. Die Teilnehmer werden in Risikogruppen unterteilt, um eine individuelle Beratung anbieten zu können und neue Präventionsstrategien zu entwickeln .

Mehr Informationen zur RAPS Studie

HNprädBio (Phase I and II)

Ziel der Studie ist die Überprüfung bestimmter Biomarker, mit denen sich vorhersagen lässt, wie gut eine Radiochemotherapie in Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren anschlagen wird .

Mehr Informationen on HNprädBio Studie

PSMA (Phase I and II)

In der Patientenstudie wird untersucht, mit welcher Zuverlässigkeit Metastasen beim Prostatakrebs mit dem nicht-invasiven 68Ga-PSMA- 11-Diagnoseverfahren identifiziert werden können.

MEMORI (Phase II)

Patienten mit einem Tumor des Osophagus (Adenokarzinom) werden häufig vor einer Operation mit Chemotherapie oder Bestrahlung behandelt, um den Tumor zu verkleinern. Diese Vorbehandlungen sind jedoch nicht bei allen Patienten erfolgreich. Die Studie untersucht neue Biomarker, mit denen sich Patienten in Prognosegruppen unterteilen lassen .

PORTAF (Phase II)

Strahlentherapien werden häufig im Anschluss an eine Operation eingesetzt, um das Risiko für einen Rückfall zu senken. Die Studie vergleicht die Wirksamkeit unterschiedlicher Strahlentherapiemethoden beim Lungenkarzinom.

Mehr Informationen zur PORTAF Studie

Oli-P (Phase II)

Die Studie wertet den Krankheitsverlauf von Patienten mit metastasierenden Prostatakarzinomen aus, die mit einer hochdosierten Strahlentherapie behandelt werden .

Mehr Informationen zur Oli-P Studie

ReKo (Phase II)

Diese Studie befasst sich mit der Wirksamkeit und Verträglichkeit einer hochdosierten Protonentherapie in Patienten mit Kopf-Hals-Tumorrezidiven.

Mehr Informationen zur ReKo Studie

AIO-TRK-0212

In dieser Studie wird die Wirksamkeit und Verträglichkeit von unterschiedlichen Chemotherapiekombinationen bei Patienten mit Lungenkarzinom verglichen .

Mehr Informationen zur AIO-TRK-0212 Studie

RELAZA2

Bei Patienten mit einem Rückfall von Akuter Myeloischer Leukämie (AML) untersuchen Wissenschaftler, inwiefern sich die Weiterentwicklung des Tumors mit dem Wirkstoff Zytostatikums 5-Azazytidin verzögern oder verhindern lässt .

Koordinatoren
Karsten Spiekermann (Partner Institut München)
Christian Thiede (Partner Institut Dresden)

PETra

Die radioaktiv markierte Aminosäure 11C-Methionin wird häufig zum Nachweis von Tumorzellen in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eingesetzt. In der Studie wird überprüft, wie zuverlässig das Verfahren den Zeitpunkt und den Entstehungsort eines möglichen Rückfalls bei aggressiven Hirntumoren vorhersagen kann .

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TRANSATRA

Die Studie überprüft die Wirksamkeit des Medikamentes ATRA In Kombination mit dem LSD-1- Hemmer Tranylcypromin bei Akuter Myeloischer Leukämie.